SDG-Bericht 2018 – Wachsende globale Herausforderungen

Länder ergreifen Maßnahmen für die Erreichung der SDGs inmitten wachsender globaler Herausforderungen

Das sich verändernde Klima, Konflikte, Ungleichheit, anhaltende Armut und Hungersnöte sowie eine rasch fortschreitende Urbanisierung zählen laut dem Sustainable Development Goals (SDGs) Bericht 2018, der im Juni in New York veröffentlicht wurde und jetzt auch auf Deutsch verfügbar ist, zu jenen Herausforderungen, mit denen Länder beim Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung konfrontiert sind.

Er stellt fest, dass besonders Konflikte und Klimawandel zu einer wachsenden Zahl von Hunger und Vertreibung beitragen und Fortschritte hin zu einer universellen, grundlegenden Wasser- und Sanitärversorgung einschränken. Erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt gibt es weltweit etwa 38 Millionen hungernde Menschen mehr. Die Zahl stieg von 777 Millionen im Jahr 2015 auf 815 Millionen im Jahr 2016. Dem Bericht zufolge sind Konflikte heute einer der Hauptfaktoren für Nahrungsmittelunsicherheit in 18 Ländern. Zudem erlebte die Welt im Jahr 2017 die bisher kostenintensivste Hurrikan-Saison im Nordatlantik, was die globalen wirtschaftlichen Verluste auf über 300 Milliarden US-Dollar ansteigen ließ.
Gleichzeitig führen laut dem Bericht mehr Menschen ein besseres Leben als noch vor einem Jahrzehnt. Weltweit sank der Anteil der Arbeitnehmer, die zusammen mit ihren Familien von weniger als 1,90 US$ pro Person und Tag leben, in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich von 26,9 Prozent im Jahr 2000 auf 9,2 Prozent im Jahr 2017. Die Sterblichkeitsrate der unter Fünfjährigen sank um fast 50 Prozent, und in den am wenigsten entwickelten Ländern hat sich der Anteil der Bevölkerung mit Zugang zu Elektrizität zwischen 2000 und 2016 mehr als verdoppelt. Dennoch fehlte im Jahr 2015 noch 2,3 Milliarden Menschen ein Grundniveau an sanitärer Versorgung und 892 Millionen Menschen verrichteten ihre Defäkation weiterhin offen. Im Jahr 2016 gab es zudem 216 Millionen Malaria-Fälle im Vergleich zu 210 Millionen Fällen im Jahr 2013.

Der SDG-Bericht 2018 gibt einen Überblick zum Fortschritt bei der Erreichung der globalen Ziele, die 2015 von den UN-Mitgliedstaaten einstimmig angenommen wurden.

Während die globale Gemeinschaft daran arbeitet, die SDGs zu erreichen und auf bestehende globale Herausforderungen zu reagieren, sind zuverlässige, aktuelle, zugängliche und disaggregierte Daten dringend nötig. Dies erfordert Tech

nologie und Innovation, mehr Ressourcen und politisches Engagement für den Aufbau robuster Daten- und Statistik-Systeme in allen Ländern.
Weitere Ergebnisse des Berichts:

Der Anteil der Kinderehen ist weltweit weiter zurückgegangen. In Südasien ist das Risiko, dass ein Mädchen in der Kindheit verheiratet wird, zwischen 2000 und 2017 um über 40 Prozent gesunken.
Neun von zehn Menschen, die in Städten leben, atmen verschmutzte Luft ein.
Im Jahr 2016 ist die absolute Zahl der Menschen ohne Stromzugang unter die symbolische Schwelle von einer Milliarde gesunken.
Landdegradierung bedroht die Lebensgrundlagen von mehr als einer Milliarde Menschen.

Weitere Informationen zum Bericht und Download-Möglichkeit: https://unstats.un.org/sdgs/report/2018/

Quelle: Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa (UNRIC), www.unric.org/de

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