Ressourcen und Informationen

Einblicke und Perspektiven

Prof. Dr. Dietrich Werner, Brot für die Welt: Neue globale ethische Prioritäten in Zeiten von COVID19 - Antworten auf die Herausforderungen einer vernetzten Mega-Krise für Gesundheit, Klima und Ernährung - 14 Thesen

„Die Corona-Krise ist ein Ausdruck menschlichen Verhaltens, das auf grundlegenden Ungleichgewichten zwischen Mensch und Natur beruht“. Mit dieser Aussage macht sich Prof. Dr. Dietrich Werner, Referent für Theologie, ökumenische Bildung und Forschung bei Brot für die Welt, auf den Weg, 14 zukunftsweisende und innovative Thesen für neue globale ethische Prioritäten zu formulieren. Werner hinterfragt die bestehenden neoliberalen Paradigmen der Moderne und die durch sie geschaffene Ungleichheit, die durch COVID-19 noch verschärft wird, z.B. beim Zugang zu Gesundheitsversorgung, Nahrung, Grundversorgung, Bildung, und Digitalisierung. Er schlägt neue ethische Prioritäten vor, die sich auf echte globale Solidarität und ökumenische Zusammenarbeit sowie auf eine ökologische und soziale Transformation konzentrieren.

FABO-Lernlabor zu Religion und Entwicklung

Gemeinsam mit der ACT Alliance, dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, DANIDA, dem Swedish Mission Council und UNFPA hat FABO Lab einen frei zugänglichen Kurs über Religion und Entwicklung erarbeitet. Dieser Kurs gibt eine grundlegende Einführung in das Zusammenspiel zwischen Religion und Entwicklung, um effektive multilaterale Partnerschaften zwischen säkularen und religiösen Akteuren aufzubauen. Er deckt verschiedene Bereiche ab, wie z.B. religionssensible Planung, Religion und Geschlechtergerechtigkeit sowie Religion und Gesundheit. Fabo entwickelte auch einen speziellen Kurs mit dem Titel "Faith-Sensitive Humanitarian Response (FSHR)" (nur nach Anmeldung zugänglich, auf Englisch).

KAICIID stellt Zuschüsse für interreligiöse Reaktionen auf COVID-19 zur Verfügung

Religiöse Gemeinschaften stehen bei der Reaktion auf die COVID-19-Pandemie an vorderster Front, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern und die schwächsten Gruppen der Gesellschaft zu unterstützen. Das Internationale Dialogzentrum (KAICIID) bietet kleine Zuschüsse für kurzfristige Initiativen für Organisationen und Einzelpersonen in der arabischen Region, Myanmar und Nigeria an, die auf die Pandemie reagieren, insbesondere mit einem interreligiösen Ansatz.

Der ONE Afrika COVID-19 Tracker

Wie wirkt sich COVID-19 auf die afrikanischen Länder aus? Wie reagieren die Regierungen darauf? Der ONE Afrika COVID-19 Tracker enthält die neuesten zuverlässigen Daten von globalen Institutionen, Regierungen und Universitäten zu Fragen wie: Wie viele Krankenhausbetten gibt es derzeit in afrikanischen Ländern? Welche Schutzmaßnahmen ergreifen die Regierungen? Wie viele Menschen sind unzureichend ernährt? Welche Regierungen erhalten einen Schuldenerlass?

Diskussionspapier: MISEREOR fordert globale Verantwortung in Zeiten der Corona-Krise

Die Corona-Krise führt uns die Verletzlichkeit unserer einen Welt drastisch vor Augen. Das MISEREOR-Diskussionspapier zeigt auf, dass globale Krisen globale Lösungen erfordern, deren untrennbarer Bestandteil die Rechte und das Wohlergehen aller Menschen sind. Dabei geht das Papier unter anderem auf die strukturellen Schwächen unseres Wirtschafts- und Finanzsystems ein, durch die die Ungleichheit in der Corona-Krise noch verstärkt wird. Unbedingt müsse die Krisenhilfe für die Wirtschaft sozial verträglich und klimafreundlich ausgerichtet werden, so fordert das Papier. Menschenrechte dürfen bei der Bekämpfung der Krise nicht außer Acht gelassen werden, ebenso wie die Rechte und das Wohlergehen von Menschen auf der Flucht.

10 Theologische Thesen der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz zu COVID-19

Covid-19 hat die Kirchen vor viele theologische Herausforderungen gestellt. Es gibt ein breites Spektrum von Interpretationen, Vorhersagen, Äußerungen einzelner Christen und Kirchen, die zu Verwirrung führen können, wie der Stab der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz erläutert. Deshalb haben sie 10 theologische Thesen entwickelt, die versuchen, ein besseres Verständnis von Covid-19 aus ökumenischer Perspektive zu fördern. Die erste These lautet „Jede Interpretation des Ursprungs und Zwecks von COVID-19 ist Rätselraten", denn „Gottes Gedanken sind nicht unsere Gedanken, noch sind unsere Wege seine Wege, sagt der Herr.“ (Jesaja 55,8-99).

 

Ein Handbuch für Muslime zu COVID-19

Abubakar Kabwogi, tansanischer Imam und Religions for Peace Mitglied in Ostafrika, und hochrangige muslimische Religionsführer und Gelehrte trafen sich, um ein Handbuch für Muslime zu COVID-19 auszuarbeiten, das die muslimischen Gemeinschaften in Tansania im Umgang mit der Pandemie aus islamischer Perspektive unterstützen soll. Das Handbuch wurde in Englisch und Suaheli veröffentlicht. Es enthält nicht nur praktische Anleitungen zur Verhinderung der Ausbreitung und zum Umgang mit dem Virus, sondern gibt in jeder Phase der Auseinandersetzung mit dem Virus auch spirituelle Anleitung zu Gebeten und Praktiken, die aus islamischer Perspektive durchgeführt werden sollten. Die Resonanz in den muslimischen Gemeinden war überwältigend, und die Broschüre wurde laut Berichten von Abubakar Kabwogi sehr positiv aufgenommen.

 

Entdecken Sie den Monitor für Religion und Entwicklung 06/2020

Monitor für Religion und Entwicklung

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Nächste Ausgabe

Mittwoch, 30. September 2020

Über den Monitor

Religionen und Glaube erfahren zu wenig Beachtung und Respekt in der globalen Entwicklungszusammenarbeit. Und das, obwohl menschliche Entwicklung untrennbar mit Weltanschauungen verwoben ist. Entwicklung findet statt, in allen Gesellschaften und Kulturen, und sie ist zutiefst von Glaubenseinflüssen und -einstellungen geprägt. Gleichzeitig zählen religiöse Organisationen zu den ältesten und wirkungsmächtigsten Akteuren der globalen wie lokalen Entwicklungszusammenarbeit. Der Faith In Development Monitor leistet einen Beitrag dazu, (1) die Relevanz von Religion für die internationale Entwicklungszusammenarbeit zu verdeutlichen, (2) Religionskompetenz unter Praktikern und politischen Entscheidungsträgern zu erhöhen und (3) aktuelle Entwicklungen im Themenfeld „Religion und Entwicklung“ nachvollziehbar zu erklären. Damit wollen wir ermutigen, sich dem Dialog mit glaubensbasierten Organisationen zu stellen.
Unter dem Motto „500 Sekunden für mehr Glaube an Entwicklung“ erscheint alle zwei Monate der kostenfreie Monitor für Religion und Entwicklung als Newsletter auf Deutsch und Englisch.

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