Akteur*innen im Fokus

ZOA

Von Dirk Gerlach, Geschäftsführer von ZOA Deutschland, und Jessica Blum, Kommunikationsmanagerin

 

Die Abkürzung ZOA steht für Südostasien (auf Niederländisch), die Region, in der wir 1973 unsere Arbeit aufgenommen haben. In diesem Jahr kamen drei Studenten aus Groningen (Niederlande) auf die Idee, Geld für vietnamesische Bootsflüchtlinge zu sammeln. Das lief so gut, dass sie bald anfingen, Außendienstmitarbeiter zu entsenden. Es dauerte nicht lange, bis sie ihre Aktivitäten auf Laos und Kambodscha ausdehnen konnten.

Heute, mehr als vierzig Jahre später, ist die ursprüngliche Bewegung zur Stiftung ZOA Niederlande mit Sitz in Apeldoorn herangewachsen. Am 25. September 2017 wurde dazu ZOA Deutschland als gemeinnützige GmbH in Rheine gegründet. Seit 2018 befindet sich die Geschäftsstelle in Bonn. Die Stiftung ZOA und ZOA Deutschland gGmbH sind programmatisch miteinander verbunden. ZOA konzentriert sich auf die Unterstützung schutzloser Menschen, die von gewaltsamen Konflikten und Naturkatastrophen in fragilen Staaten betroffen sind, indem sie ihnen helfen, ein menschenwürdiges und widerstandsfähiges Leben zu führen. Im Jahr 2019 unterstützte ZOA über 1,4 Millionen Menschen mithilfe der über 1.000 Mitarbeiter weltweit.

Inspiriert vom christlichen Glauben, ermöglicht ZOA direkte Nothilfe, zukunftsorientierte Hoffnung und langfristigen Wiederaufbau in krisenerschütterten Ländern. ZOA arbeitet auf eine Welt hin, in der Menschen mit Respekt und Würde behandelt werden. Die Organisation setzt sich für die Bedürftigsten und Ausgegrenzten ein, um ihnen die Chance zu geben, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Gleichzeitig will sie das Bewusstsein in ihrem Umfeld verändern und Menschen weltweit dazu ermutigen, gegen Ungerechtigkeit aufzustehen.

Der Geschäftsführer von ZOA International, Chris Lukkien, erklärt: „In einer Welt, die von Statistiken regiert wird und in der nur große Zahlen zählen, möchte ZOA ihren Fokus auf das Individuum legen, denn jeder Mensch ist einzigartig geschaffen''. Der aktuelle strategische Plan der Organisation "Every Life Matters" (Jedes Leben zählt) betont, dass ZOA den Menschen in den Mittelpunkt stellt, sowohl in den Einsätzen vor Ort als auch innerhalb der Organisation.

ZOA ist in mehr als 15 Ländern weltweit tätig. Ihr Außendienstpersonal sind hauptsächlich lokale Bewohner*Innen, die den am meisten gefährdeten Opfern von Vertreibung direkte Hilfe leisten. ZOAs Einsatzländer sind Afghanistan, Äthiopien, Burundi, DR Kongo, Indonesien, Irak, Jemen, Liberia, Myanmar, Nigeria, Südsudan, Sri Lanka, Sudan, Syrien, Uganda und seit Kurzem auch Kolumbien. In ihren Projekten hilft ZOA vertriebenen Gemeinschaften in Syrien und im Irak, entwurzelten Menschen im vom Krieg zerrütteten Südsudan, vertriebenen Jesiden im Nordirak und auf sich selbst gestellten Frauen in Afghanistan, um nur einige zu nennen.

Ein Projekt konzentriert sich konkret auf Frauenselbsthilfe in Afghanistan. Nach der Vertreibung der Taliban ist für Afghanistan die erste Hürde auf dem Weg zum Frieden bereits überwunden. Dennoch ist es für viele afghanische Frauen nach wie vor schwierig, ein Einkommen zu erzielen, das oft notwendig ist, um sich und ihre Familien zu ernähren. Ein wirtschaftlich starkes Afghanistan braucht starke Frauen. Deshalb möchte ZOA sie mit Selbsthilfegruppen unterstützen. Durch Spar- und Kreditgruppen lernen sie unter Anleitung einer ZOA-Mitarbeiterin, wie sie gemeinsam Unternehmen gründen und Geschäfte führen können. Sie erhalten kein Geld von ZOA, sondern legen eigenes Geld oder Güter an. ZOA vermittelt ihnen alle notwendigen Kenntnisse über Finanzen und Verwaltung um Gewinn aus ihrem eigenen Besitz zu erzielen.

Die Befähigung der Menschen zur Selbsthilfe ist eines der Hauptziele ZOAs bei ihrer globalen Entwicklungsarbeit. Ihr Ziel ist es, nachhaltige Veränderungen zu schaffen. Eine wirkliche Veränderung kann nur dann geschehen, wenn den Menschen Hoffnung für die Zukunft und Hilfe zur Selbsthilfe gegeben werden.

 

Für mehr Informationen besuchen Sie ZOA Deutschlands oder ZOA Internationals Webseite.

 

 

Entdecken Sie den Monitor für Religion und Entwicklung 06/2020

Monitor für Religion und Entwicklung

Der Monitor für Religion und Entwicklung

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Nächste Ausgabe

Mittwoch, 30. September 2020

Über den Monitor

Religionen und Glaube erfahren zu wenig Beachtung und Respekt in der globalen Entwicklungszusammenarbeit. Und das, obwohl menschliche Entwicklung untrennbar mit Weltanschauungen verwoben ist. Entwicklung findet statt, in allen Gesellschaften und Kulturen, und sie ist zutiefst von Glaubenseinflüssen und -einstellungen geprägt. Gleichzeitig zählen religiöse Organisationen zu den ältesten und wirkungsmächtigsten Akteuren der globalen wie lokalen Entwicklungszusammenarbeit. Der Faith In Development Monitor leistet einen Beitrag dazu, (1) die Relevanz von Religion für die internationale Entwicklungszusammenarbeit zu verdeutlichen, (2) Religionskompetenz unter Praktikern und politischen Entscheidungsträgern zu erhöhen und (3) aktuelle Entwicklungen im Themenfeld „Religion und Entwicklung“ nachvollziehbar zu erklären. Damit wollen wir ermutigen, sich dem Dialog mit glaubensbasierten Organisationen zu stellen.
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