Zehn Erkenntnisse aus dem NGO Online Technology Report 2017

Ende Januar 2017 veröffentlichte der US-amerikanische Fundraising- und Social-Media-Blog „Nonprofit Tech for Good“ seinen diesjährigen „NGO Online Technology Report“. Der Bericht beruht auf dem einzigen jährlich durchgeführten Forschungsprojekt über die Nutzung von Web- und E-Mail-Kommunikationsmitteln, onlinebasierten und mobilen Fundraising-Instrumenten sowie sozialen Medien durch Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt. Für den 2017er Bericht wurden knapp 5.000 NGOs aus 153 Ländern befragt. PIRON Global Development liefert zehn beachtenswerte Erkenntnisse aus dem Bericht:

1. Im Netz zu finden, aber nicht für jeden lesbar: Eine Internetpräsenz zu haben, ist mittlerweile gängiger Standard unter NGOs weltweit – 92% aller Organisationen haben eine Website. Allerdings sind nur 78% dieser Websites kompatibel mit mobilen Geräten. Angesichts der Tatsache, dass die Nutzung des Internets immer häufiger über mobile Geräte erfolgt, sind ein Viertel der NGOs mit Website dennoch quasi „offline“.

2. Die Macht der E-Mail: 71% aller NGOs weltweit verschicken regelmäßig Neuigkeiten über ihre Arbeit per E-Mail an ihre Spender und Unterstützer. 80% aller Organisationen halten E-Mail-Updates für ein effektives Instrument der onlinebasierten Kommunikation und des Fundraising. Damit ist die E-Mail-Kommunikation führend im Effektivitätsranking vor Blogs (77%), SMS (74%), Facebook (74%), Twitter (51%) und Instagram (42%).

3. Blogging steckt noch in den Kinderschuhen: Trotz der hohen, subjektiv wahrgenommenen, Effektivität von Blogs im Hinblick auf onlinebasierte Kommunikation und Online-Fundraising betreiben nur 38% aller NGOs weltweit einen regelmäßig aktualisierten Blog.

4. Wanted: Spendenmöglichkeit: Nur zwei Drittel (67%) aller NGOs weltweit akzeptieren Onlinespenden. Der Rest weckt auf seinen Websites mit zum Teil hohem Aufwand das Interesse seiner Spender, gibt ihnen jedoch am Schluss keinerlei Möglichkeit, die Arbeit der Organisation ohne Medienbruch direkt finanziell zu unterstützen. Wird die Möglichkeit zur Onlinespende eingeräumt, liegt die Kreditkarte als Zahlungsmittel deutlich vorne (78%). Spenden via Paypal werden nur in der Hälfte aller Fälle akzeptiert (50%).

5. Einbahnstraße mit 160 Zeichen: 15% aller NGOs weltweit schicken regelmäßig SMS an Spender und Unterstützer.Weniger als die Hälfte dieser NGOs bietet ihren Spendern jedoch die Möglichkeit, ihre Arbeit im Gegenzug direkt per SMS-Spende zu unterstützen (40%).

6. Soziale Medien für eine bessere Welt: 92% aller NGOs weltweit haben eine Facebook-Seite. 72% haben ein eigenes Twitter-Profil. 55% sind auf Youtube aktiv, 51% auf LinkedIn und 39% auf Instagram.

7. Live dabei: Über die Hälfte aller NGOs weltweit hat bereits soziale Medien verwendet, um Livereports zu senden (52%). Führendes Instrument ist dabei wiederum Facebook mit 79%, gefolgt von Twitter (56%) und Youtube (23%).

8. Soziale Medien als Einwanderungsland: Ein knappes Drittel aller NGOs weltweit ist erst seit weniger als zwei Jahren in den sozialen Medien aktiv (28%). Ein weiteres Drittel ist seit 3-4 Jahren dabei (37%), während das letzte Drittel (30%) bereits 5-9 Jahre Erfahrung im Umgang mit Facebook und Co. vorweisen kann.

9. Konservative Werbebudgets: Erst ein gutes Drittel aller NGOs weltweit hat bislang Geld für Werbung in den sozialen Medien ausgegeben (34%).

10. Soziale Medien als mündliche Übereinkunft: Nur 32% aller NGOs weltweit haben eine schriftlich fixierte Social-Media-Strategie.


Von Matthias Böhning

Quelle: www.techreport.ngo

PIRON Global Development – #GutesGroßartigMachen

How Global NGOs Use Web & Email Communications
Quelle: www.techreport.ngo

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